| Veranstaltung: | 123. Diözesanversammlung |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Christine Bremer (Fachreferentin Globale Gerechtigkeit und Ökologie) |
| Status: | Verschoben (124. Diözesanversammlung) |
| Eingereicht: | 20.02.2026, 13:56 |
A4: Zertifizierung als Fairtrade-Scout-Diözese
Antragstext
Die Diözesanversammlung möge beschließen:
Dass sich der DPSG Diözesanverband Essen an der Kampagne „Fairtrade-Scouts“ der
DPSG beteiligt und sich auf den Weg macht, die Zertifizierung als Fairtrade-
Scout-Diözese zu erlangen.
Ziel ist es, innerhalb eines angemessenen Zeitraums die notwendigen Kriterien zu
erfüllen und den Diözesanverband DPSG Essen offiziell als Fairtrade-Scout-
Diözese zertifizieren zu lassen.
Dieser Weg zur Zertifizierung wird ausdrücklich als Prozess verstanden, in dem
Entwicklung stattfinden kann und soll.
Zur Gestaltung und Umsetzung dieses Prozesses wird ein Fairtrade-Scout-Team auf
Diözesanebene gegründet. Dieses Team arbeitet in enger Abstimmung mit der
Diözesanleitung und dem Diözesanvorstand. Es steht allen Interessierten offen,
die sich mit ihren Kompetenzen und ihrem Engagement in die Fairtrade-Arbeit im
Diözesanverband einbringen möchten.Die Verantwortung für die Nachhaltigkeit des
Prozesses liegt beim Fairtrade-Scout-Team.
Aufgaben und Schritte auf dem Weg zur Zertifizierung
- Verpflichtung zu kritischem Konsum bei diözesanen Veranstaltungen,
insbesondere unter Berücksichtigung von Produkten aus fairem Handel.
- Inhaltliche Impulse und Bildungsangebote zum Thema Fairer Handel im Rahmen
diözesaner Veranstaltungen sowie die Bereitstellung von Methoden- und
Weiterbildungsangeboten für Leitende.
- Durchführung mindestens einer größeren oder mehrerer kleiner Aktionen auf
Diözesanebene, die sich inhaltlich mit Fairem Handel und globaler
Gerechtigkeit auseinandersetzen.
- Öffentlichkeitsarbeit zur Fairtrade-Scout-Kampagne im Diözesanverband
Essen über verbandseigene Medien sowie in Kooperation mit den Strukturen
der Bundesebene.
- Regelmäßiger Austausch des Fairtrade-Scout-Teams mit Diözesanleitung und
Vorstand, um Transparenz sicherzustellen, Entscheidungen abzustimmen und
notwendige Unterstützung zu erhalten. Die Entscheidungsfindung wird
transparent dokumentiert.
Begründung
Als DPSG verstehen wir uns als Kinder- und Jugendverband, der junge Menschen dazu befähigt, Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Welt zu übernehmen. Fairer Handel ist ein zentrales Thema globaler Gerechtigkeit und steht in direktem Zusammenhang mit unserem pfadfinderischen Selbstverständnis.
Die Kampagne „Fairtrade-Scouts“ der DPSG bietet einen niedrigschwelligen, praxisnahen und zugleich pädagogisch fundierten Rahmen, um das Thema Fairer Handel dauerhaft im Verband zu verankern. Sie ermöglicht es, Konsumentscheidungen kritisch zu reflektieren und deren globale Auswirkungen sichtbar zu machen – ohne diese auf moralische Vorgaben zu reduzieren.
Der Schwerpunkt auf Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit trägt dem Umstand Rechnung, dass die DPSG in erster Linie ein Bildungs- und kein Konsumverband ist. Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und Leitende aller Stufen dazu einzuladen, sich mit Fairem Handel, dem eigenen Konsumverhalten und globalen Produktions- und Handelsstrukturen auseinanderzusetzen und daraus eigenes Handeln abzuleiten.
Mit diesem Antrag soll das Thema Fairer Handel nachhaltig im Diözesanverband DPSG Essen verankert und perspektivisch weiterentwickelt werden.
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