| Veranstaltung: | 123. Diözesanversammlung |
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| Status: | Beschluss |
| Beschluss durch: | Diözesanversammlung |
| Beschlossen am: | 21.03.2026 |
| Antragshistorie: | Version 2 |
| Protokoll anzeigen: |
Arbeitskreis Awareness
Beschlusstext
Die Diözesanversammlung möge beschließen
Der Diözesanverband Essen gründet einen Arbeitskreis „Awareness“ (Arbeitstitel).
Dazu erstellt und veröffentlicht die Diözesanleitung eine Ausschreibung für die
Mitglieder dieses Arbeitskreises und lädt die gefundenen Interessierten zu einer
konstituierenden Sitzung ein. Der Diözesanvorstand beruft die Mitglieder des
Arbeitskreises als Mitarbeitende auf Diözesanebene. Der Diözesanvorstand beruft
eine:n Referent:in für diesen Arbeitskreis.
Sollten sich keine Mitglieder für den Arbeitskreis finden, entfallen alle vorher
genannten Punkte und der Beschluss wird nichtig.
Begründung
Im Diözesanverband Essen ist es uns ein Anliegen, für eine offene, wertschätzende und sichere Gemeinschaft zu stehen, in der sich alle Menschen willkommen fühlen können. Auf diözesaner Ebene finden regelmäßig Großveranstaltungen, Versammlungen, Schulungen und Aktionen statt, bei denen viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen. Damit diese Räume für alle Teilnehmenden möglichst sicher, diskriminierungssensibel und grenzachtend gestaltet werden können, braucht es klare Konzepte, Zuständigkeiten und qualifizierte Ansprechpersonen.
Mit der Gründung eines Arbeitskreises „Awareness“ wird ein verbindlicher Rahmen geschaffen, um das Thema Awareness dauerhaft und strukturiert im Diözesanverband zu verankern. Der Arbeitskreis soll insbesondere Schutz- und Awarenesskonzepte für den Diözesanverband ausarbeiten, weiterentwickeln und an die Bedürfnisse diözesaner Veranstaltungen anpassen. Dabei kann sich inhaltlich am Konzept der „Schutzhütte“ orientiert werden, um bestehende verbandliche Ansätze aufzugreifen und sinnvoll weiterzuführen.
Ein weiterer zentraler Aufgabenbereich des Arbeitskreises ist die Unterstützung bei der praktischen Umsetzung dieser Konzepte. Dazu gehört unter anderem, Personen zu benennen oder zu schulen, die bei diözesanen Veranstaltungen als Awareness-Ansprechpersonen tätig sind und vor Ort für die Umsetzung der Konzepte sorgen. So können klare Anlaufstellen geschaffen werden, die im Bedarfsfall niedrigschwellig, sensibel und kompetent unterstützen.
Darüber hinaus soll der Arbeitskreis Arbeitshilfen, Materialien und Empfehlungen zum Thema Awareness für den Diözesanverband und seine Untergliederungen erarbeiten. Diese können Bezirke, Stämme und diözesane Gremien dabei unterstützen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und eigene Maßnahmen zur Förderung einer achtsamen und respektvollen Verbandskultur zu entwickeln.
Durch einen diözesanweiten Arbeitskreis werden Erfahrungen gebündelt, fachliche Kompetenzen zusammengeführt und Doppelstrukturen vermieden. Gleichzeitig wird die Diözesanleitung entlastet, da das Thema Awareness fachlich begleitet und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Der Arbeitskreis leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Präventionsarbeit, zur Stärkung von Partizipation und zur Förderung einer solidarischen und vielfältigen DPSG im Diözesanverband Essen.
Auch die am 05.02.2026 erschienene Aufarbeitungsstudie des DPSG-Bundesverbandes zeigt deutlich, dass es einen strukturierteren, fachlichen und institutionellen Ausbau von Awarenessarbeit besonders hinsichtlich der Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt bedarf, dem der Diözesanverband Essen mit der Einrichtung eines entsprechenden Arbeitskreises genüge tragen würde.